Mitwirkende

Marina Koren

Vorsitzende

Organisation, Leitung, Networking, Koordination, Fundraising

Marina Koren ist Projektleiterin, Kulturmanagerin und qualifizierte Fundraiserin mit langjähriger Erfahrung in der Umsetzung geförderter Kultur-, Bildungs- und Empowermentprojekte. Von 2019 bis 2025 war sie Vorstandsvorsitzende von Kulturschafft e. V. und verantwortete dort die Konzeption und Umsetzung zahlreicher öffentlich geförderter Projekte. Zudem koordinierte sie Projekte der Hildegard Lagrenne Stiftung mit Verantwortung für Finanzmanagement, Teamkoordination, Öffentlichkeitsarbeit und Projektmittelverwaltung.

Seit Anfang 2025 leitet sie den Schutzfonds der Amadeu Antonio Stiftung. Bei aMensch e. V. verantwortet sie Projektentwicklung, Netzwerkarbeit und die organisatorische Umsetzung antisemitismuskritischer Bildungs- und Kulturformate.

Veronika Glasunowa

stellvertretende Vorstandsvorsitzende

Inhalte, künstlerische Leitung, Konzeption 

Veronika Glasunowa ist Dokumentarfilmregisseurin und Autorin mit langjähriger Erfahrung in künstlerischer Recherche, gesellschaftspolitischer Bildungsarbeit und transkultureller Vermittlung. Sie studierte Film- und Fernsehregie mit Schwerpunkt Dokumentarfilmregie sowie Germanistik, Slawistik und Anglistik.

Als Regisseurin des Dokumentarfilms Langes Echo verantwortete sie Recherche, Drehbuch, Regie und die Koordination einer internationalen Filmcrew; der Film wurde öffentlich gefördert und international gezeigt. Darüber hinaus verantwortete sie Dramaturgie und Regie der vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung geförderten Dok-Theater-Musik-Projekte multikulti heimatlos – Roma Edition und Kurdish Edition mit Roma- und kurdischen Jugendlichen über Identitätssuche.

Bei aMensch e. V. verantwortet sie die künstlerisch-konzeptuelle Entwicklung antisemitismuskritischer Bildungs- und Kulturformate, insbesondere das geplante Projekt 7/10: present continuous – past. present. future.

Viktoria Kanar

Kommunikation und Public Relations

Viktoria Kanar ist Präsidiumsmitglied der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung und verantwortet dort Greentech-Aktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit dem German Abraham Accords Institute. 2024 wurde sie von der American Chamber of Commerce in Germany mit dem Female Founder Award ausgezeichnet; zudem gilt sie als Top Innovator des World Economic Forum.

Bei aMensch verantwortet Viktoria PR, Verbreitung und Netzwerkarbeit. Sie bringt Menschen, Ideen und Institutionen zusammen – aus Wirtschaft, Kultur, Zivilgesellschaft und Politik. Mit ihrem internationalen Blick, ihrem Gespür für Öffentlichkeit und ihrem starken deutsch-israelischen Netzwerk unterstützt sie aMensch dabei, Themen sichtbar zu machen, Bündnisse zu stärken und langfristige Wirkung zu entfalten.

Als Mitgründerin von Re-Fresh Global, einem Biotech-Startup für zirkuläre Textillösungen, verbindet Viktoria internationale Kommunikation, Impact-Unternehmertum und Deeptech mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Das von Re-Fresh Global entwickelte SMART-UP™-System verwandelt Textilabfälle in neue Rohstoffe.

Vor ihrer Arbeit im Greentech-Bereich leitete sie internationale PR-Kampagnen und große Modeformate in Israel und darüber hinaus, unter anderem in Zusammenarbeit mit LVMH, der Stadt Tel Aviv, der Tel Aviv Fashion Week, Gindi Investments, der Strauss Group und dem israelischen Außenministerium.

Sie spricht Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Hebräisch und Spanisch.

Alexander Klein

Vorstandsmitglied

Rechtliches

Eine fragile Gesellschaft muss jeden Tag gegen Feinde der Freiheit und Demokratie aufs Neue verteidigt werden.

Meine Mutter und Großmutter sind Kriegsflüchtlinge; ich habe während meiner Ausbildung das Apartheid-Regime in Südafrika erlebt. Es geht somit auch anders.

Unsere Art zu leben ist mitnichten selbstverständlich. Dafür stehe ich ein, mit dem Verein.

Ich stamme aus der Zeit der Baby-Boomer, geb. 1963, Rechtsanwalt, und komme aus der Stadt, deren Herz schwarz-gelb schlägt.

Joseph Koren

Inhalte, internationales Netzwerk

Vor 70 Jahren in Riga geboren, musste ich bereits als Jugendlicher mit bösartigem alltäglichem Antisemitismus konfrontiert werden. Während meines damals verpflichtenden Dienstes in der Sowjetarmee erlebte ich eine absolut archaische Form der Fremdenfeindlichkeit – sowohl gegenüber Muslimen und Kaukasiern als auch gegenüber Juden.

1998, bereits nach der Unabhängigkeit Lettlands, verabschiedete das Parlament eine Erklärung, die die lettischen Kollaborateure – Legionäre der Waffen-SS – rechtfertigte und verherrlichte. Lettland beschritt den Weg der Glorifizierung von SS-Angehörigen, die unter Hitlers Fahnen gegen die Anti-Hitler-Koalition gekämpft hatten.

Für mich, der seit seiner Kindheit jegliche xenophoben Ausfälle verabscheut, blieb keine andere Wahl: Ich will, dass meine Kinder und Enkel in Städten leben, die frei von menschenverachtenden Ideologien wie dem Nationalsozialismus und von Vorurteilen wie Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit sind.

Die von mir geleiteten Organisationen Pour un Futur Sans Fascisme und das Lettische Antifaschistische Komitee setzen sich für ein Leben ohne Fremdenfeindlichkeit, ohne Nationalsozialismus, ohne Rassismus ein. Und ich bin bereit, auch weiterhin für diese grundlegenden Lebensprinzipien zu kämpfen.

Juliane Ade

Rechtsanwältin, Mediatorin und Ausbilderin BM®; Open Space Begleiterin/Facilitator Großgruppen-Prozesse und -Konferenzen 

Studium der Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Klärungs-& Veränderungsprozesse in profit und non-profit Organisationen.

Beratung und Vermittlung bei Gruppen-, Team- und Mehrparteien-Konflikten, auf kollegialer Ebene und zwischen Hierarchieebenen; Begleitung von Organisationen bei der Weiter/-entwicklung ihres internen Konfliktmanagements, der Prävention und Intervention im Kontext von Inklusion, Anti-Diskriminierung, Machtmissbrauch; Begleitung von Beteiligungs- und Selbstorganisation-Prozessen, – hybriden Veranstaltungen aus Verkündung und Teilhabe, „Peace & Dialogue“-Projekten.

Juliane Ade lehrt an verschiedenen Hochschulen und war lange Jahre Mediations-Ausbilderin von Güte-/Richter*innen.

Mitglied Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin-Brandenburg